Costa Concordia-Unglück tut Popularität der Kreuzfahrten keinen Abbruch
26. Januar 2012 - Artikel von: Tom
Das Unglück der Costa Concordia tut der Beliebtheit von Kreuzfahrten unter den Deutschen offenbar keinen Abbruch. Dies berichtet zumindest die „Ostthüringer Zeitung“, die dafür eine Umfrage unter den einschlägigen Reisebüros ihrer Region durchgeführt hat. Einige Befragte erklärten, sie hätten diesbezüglich überhaupt nichts gemerkt. Bei „Tui Travel Star“ heißt es sogar, dass man vom Gegenteil sprechen könne. Seit einigen Jahren würden Kreuzfahrten immer beliebter. Dieser Trend habe sich auch durch das Unglück nicht gewandelt, sondern verfestige sich immer mehr.
Erklärungen, wie vom Reisebüro Stübl Ludwig aus Greiz bleiben derzeit offenbar noch die Ausnahme. Dort sei es tatsächlich zu einigen Stornierungen gekommen. „Die Angst der Menschen ist spürbar“, berichten die hiesigen Verantwortlichen. Dass dies insgesamt nicht der Fall ist, führen die Reisebüro-Chefs auf zwei Ursachen zurück. Zum einen gingen die Menschen ebenso wie sie selbst davon aus, dass die Sicherheitsvorkehrungen nach dem Unglück der Costa Concordia deutlich verschärft würden. Zum anderen wüssten die Passagiere, dass die Havarie des Liners nicht auf technische Mängel oder sonstige Probleme des Schiffs zurückzuführen seien, sondern diese einzig und allein Schuld des unfähigen Kapitäns gewesen sei. Dass die Katastrophe den Kreuzfahrten auf Dauer schaden könnte, glaubt keines der befragten Reisebüros. Gestützt wird diese Annahme dadurch, dass selbst die ersten Passagiere der Costa Concordia mittlerweile erklärten, weitere Kreuzfahrten unternehmen zu wollen.
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