UNESCO streicht Galapagos Inseln von Roter Liste
30. Juli 2010 - Artikel von: rebmann
Die zu Ecuador gehörenden Galapagos Inseln liegen gut 1.000 Kilometer vor dem Festland im Pazifik und gelten als eines der letzten Naturparadiese dieser Erde. Als die Galapagos Inseln von der UNESCO im Jahr 1978 als erste Stätte überhaupt auf die Liste des Welterbes gesetzt wurden, war der Archipel im Pazifik vom Tourismus und Zuwanderung noch weitgehend unberührt. Nachdem der steigende Tourismus in den letzten Jahren zwar wichtige Einnahmen für Ecuador und den Galapagos Nationalpark generiert hat, gleichzeitig aber auch eine wachsende Bedrohung für die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt bedeutete, wurden die 58 Inseln von der UNESCO auf die Rote Liste des gefährdeten Welterbes gesetzt.
Mit einem unfangreichen Maßnahmenpaket steuert die Regierung von Ecuador diesem Trend seit dem Jahr 2008 entgegen, so dass die UNESCO den Galapagos Inseln im Pazifik nun wieder den ursprünglichen Status als “normales” Welterbe zugesteht. So wurden beispielsweise die Zahl der Kreuzfahrten zwischen Ecuador und den Galapagos Inseln sowie die Zuwanderung auf den Archipel begrenzt.
Diese Regelungen sind insbesondere bei Pazifik Kreuzfahrten zu den Galapagos Inseln zu beachten, die für den regionalen Tourismus nach wie vor die höchste Bedeutung haben. Für alle Sehenswürdigkeiten wurde eine bestimmte Obergrenze für die Anzahl der zugelassenen Touristen festgelegt, Reisegruppen auf Landgängen dürfen maximal 16 Touristen und einen ortskundigen Reiseführer umfassen. Die Galapagos Inseln im Pazifik gelten aufgrund einiger Tier- und Pflanzenarten, die nur dort vorkommen, als Wiege der Evolutionstheorie nach Charles Darwin.
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