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Schildkröten-Bestand auf Fuerteventura erholt sich

31. Oktober 2009 - Artikel von: rebmann

Fuerteventura gilt als eines der schönsten Ziele der Kanaren und ist vor allem für seine reizvollen Landschaften und intakte Natur bekannt. Trotzdem ist es noch nicht einmal fünf Jahre her, als die sogenannte “Unechte Karettschildkröte“ auf Fuerteventura und den Kanaren vom Aussterben bedroht war. Auf den Inseln des ewigen Frühlings, so der zutreffende Beiname der Kanaren, wird diese Spezies der Panzerträger “Tortugas Boba“ genannt und ist in den vergangenen Jahren durch ein lobenswertes Projekt wieder heimisch gemacht worden.

Meeresschildkröte Clemens Scheumann

Ihren bevorzugten Lebensraum hat die Unechte Karettschildkröte auf den Kapverden, von wo aus in den letzten drei Jahren jeweils im Sommer bis zu 1.000 Eier nach Fuerteventura verbracht wurden. Aus mehr als der Hälfte aller Eier schlüpften schließlich kleine Schildkröten-Babys, die nun helfen sollen, den Bestand der Meerestiere auf Fuerteventura wieder aus dem roten Bereich zu holen. Zu sehen sind die Schildkröten derzeit noch im Schildkröten-Kindergarten in Morro Jable auf Fuerteventura.

Gran Canaria Kunstzirkus

In der Forschungs- und Zuchtstation auf Fuerteventura werden sich nun Studenten von der Universität Las Palmas dem Fressverhalten der Schildkröten widmen und versuchen, die richtigen Schlüsse aus der Ernährung und der daraus resultierenden Entwicklung der Tiere zu ziehen. Das Schildkröten-Projekt auf den Kanaren hat dazu geführt, dass sich die Population der Tortugas Boba auf Fuerteventura innerhalb von nur drei Jahren um 40 % erhöht hat.

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