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Weißenburg – der Eintritt in das Licht der Geschichte

22. Juni 2009 - Artikel von: Tom

Machen Sie sich ein Bild von der 2000 Jahre alten Stadt Weißenburg mitten in Bayern.

Diese Stadt liegt im Süden des Regierungsbezirkes Mittelfranken und wird von etwa 17.699 Einwohnern bewohnt. Ihre römische Vergangenheit macht Weißenburg zu einer der ältesten Städte Bayerns. Zur Zeit der „alten Römer“ war es schon eine bekannte Siedlung.

Das Museum Regio Biriciana vermittelt Ihnen ein anschauliches Bild der Menschen, der Kultur und des alltäglichen Lebens in der damals römischen „Provinz“. Denn dort sind zum Beispiel Reste von Römerstraßen, den Kastellen, Bauernhöfen, den Weißenburger Römerthermen und insbesondere dem Römermuseums mit seinen religiösen oder anderweitigen Gegenständen ausgestellt.

Schauen Sie sich doch auch das Apothekenmuseum der Einhornapotheke an, welches seit dem 17. Jahrhundert existiert. Auf den ersten Blick sieht es wie eine ganz normale Apotheke aus. Ist sie auch, aber in den Kellerräumen ist zusätzlich das berühmte Museum zu besichtigen. In diesem stellt die Inhaberin Almut Binkert unter anderem ihre historische Kräuterkammer vor. Das sollten sie auf gar keinen Fall verpassen.

Werfen sie einen Blick auf das wunderbar anzusehende Ellinger Tor, welches aus dem 14. Jahrhundert stammt. Man sagt, es sei eines der schönsten deutschen Stadttore überhaupt und hat es daher auch auf vielen Briefmarken abgebildet.

Die im Jahre 1327 eingeweihte größte Kirche der Stadt, die St. Andreas Kirche, gilt als Hauptwerk der Gotik im südlichen Franken. Diese Kirche enthält viele wertvolle Altäre und ein bekanntes Konfessionsbild aus dem Jahre 1606. Versäumen Sie auf gar keinen Fall ihre „Schatzkammer“.

Die heutige Seeweihermauer aus dem 14. /15. Jahrhundert liegt zwischen dem 1874 abgerissenen Obertor und der oberen Stadtmühlgasse. Der Befestigungsgraben ist heute noch mit Wasser gefüllt.

Bewundern Sie die heutige Stadtbibliothek, die sich genau im Zentrum der Stadt Weißenburg befindet. Sie finden es in dem früheren Postamt, welches in den Jahren 1905/ 1906 errichtet wurde. Der Altbau wurde von 1999 bis 2001 saniert und dort wurde auch ein Anbau errichtet.

Aus dem 14. / 15. Jahrhundert stammt der Stadtmauerabschnitt mit seinen Türmen. Kaiser Karl VI gab im Jahr 1376 den Auftrag die südliche Vorstadt zu ummauern. Es wurde extra eine Getränkesteuer eingeführt, damit dieses finanziert werden konnte. Vor den Schießmauern liegt ein „Schießgraben“, der seit 1250 als Übungsstätte der Weißenburger Schützen galt.

An zwei Abenden der Woche gibt es noch ein besonderes Highlight: eine Historikerin, in der Verkleidung als Nachtwächterin, singt und erzählt von der Vergangenheit der Stadt. Die Führung dauert ca. 90 Min und ist ein Erlebnis für Jung und Alt.

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