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Peter Deilmann Reederei - "Traumschiff" MS Deutschland

Die MS Deutschland - Flaggschiff der Reederei Peter Deilmann
Die MS Deutschland - Flaggschiff von Peter Deilmann

Die Reederei Peter Deilmann geht auf ihren Gründer Peter Deilmann zurück (1935 - 2003), der als Schifffahrtskaufmann 1968 in Lübeck sein eigenes Unternehmen gründete. Zu Beginn seiner unternehmerischen Tätigkeit war er im Güterfrachtverkehr aktiv und charterte Passagierschiffe für Ausflugsfahrten. 1973 verlegte Peter Deilmann den Sitz seines Unternehmens von Lübeck nach Neustadt in Holstein, wo die Reederei Peter Deilmann auch heute ihren Sitz hat. Nach einigen Aufs und Abs in seiner Unternehmerkarriere erwirtschaftete Peter Deilmann mit seiner Reederei im Frachtverkehr gute Gewinne, so dass die ersten Passagierschiffe kaufen konnte, mit denen er Butterfahrten nach Dänemark anbot. Diese Fahrten erfreuten sich zunehmender Beliebtheit.

Im Jahr 1975 kaufte Peter Deilmann die 1959 gebaute MS Røst, die vorher als Postschiff im Dienst der norwegischen Postschifflinie Hurtigruten im Einsatz war. Nach einem Umbau und unter dem neuen Namen MS Nordbrise etablierte die Reederei Peter Deilmann das Kreuzfahrtgeschäft auf der Ostsee und führte auch die ersten Kreuzfahrten nach Grönland mit diesem Schiff durch. Mit weiteren Zukäufen und den entsprechenden Umbauten zu Kreuzfahrt-tauglichen Schiffen baute die Reederei ihr Kreuzfahrtgeschäft weiter aus.

1980 erfolgte eine Zäsur in der Firmengeschichte, denn die Reederei trennte sich nach und nach von ihren Frachtschiffen und den Schiffen, die für Passagierausflüge in den Küstengewässern eingesetzt wurden. Peter Deilmann wollte sich fortan auf das Kreuzfahrtgeschäft konzentrieren und hatte deshalb 1979 der Howaldtswerke-Deutsche Werft AG in Kiel den Auftrag für ein Kreuzfahrtschiff erteilt, das Platz für 330 Passagiere haben sollte. Ab 1986 war die Berlin als Traumschiff für das ZDF unterwegs und trug zur steigenden Popularität von Kreuzfahrten in Deutschland bei. Mit der Berlin bot die Reederei in den Folgejahren Luxuskreuzfahrten an, die dem Leitspruch des Unternehmens „Deutsche Kreuzfahrttradition“ (eingetragenes Warenzeichen) folgten und für die Reederei Peter Deilmann einen unternehmerischen Erfolg darstellten.

5 Sterne Luxus und Komfort Peter Deilmann Reederei und MS Deutschland
Luxus und Komfort an Bord

Aber nicht nur im Geschäft mit Seekreuzfahrten war die Reederei Peter Deilmann fortan aktiv, auch Flusskreuzfahrten gehörten ab 1984 mit dem damals ersten, neu gebauten Flusskreuzfahrtschiff, der Donauprinzessin, zum Portfolio des Unternehmens. Auch dieses Schiff wurde durch eine gleichnamige ZDF-Serie bekannt und förderte die Popularität von Flusskreuzfahrten. Die Donauprinzessin wurde allerdings im Jahr 2006 verkauft und ist nicht mehr für die Peter Deilmann Reederei im Einsatz. In den 90er Jahren folgten weitere Flusskreuzfahrtschiffe. Die Prinzessin von Preussen war zunächst auf der Elbe später auf dem Rhein unterwegs, die Princesse de Provence auf den Flüssen Rhône und Saône in Frankreich, die Dresden auf der Elbe und die Mozart auf der Donau. Weitere Flusskreuzfahrtschiffe und europäische Flüsse folgten im Fahrplan der Reederei.

Im Jahr 1996 erteilte die Reederei der gleichen Werft, die die Berlin gebaut hatte, den Auftrag für ein neues Kreuzfahrtschiff, das heute das Flaggschiff der Peter Deilmann Reederei ist – die MS Deutschland. Dieses Schiff wurde am 4. Mai 1998 von Altbundespräsident Richard von Weizsäcker in Kiel getauft. Im Folgejahr wurde die MS Berlin von der MS Deutschland als Traumschiff im ZDF abgelöst. Im Jahr 2006 fungierte die MS Deutschland dann als Botschafterin für die FIFA-Fußball WM  in Deutschland und bekam dafür eine Lichtinstallation. Die weltweite Wirtschaftskrise im Jahr 2008 betraf auch die Reederei Peter Deilmann, die wegen zurückgehender Buchungen 2009 Insolvenz anmelden musste. Zum 1. Januar  2010 nahm die Reederei Peter Deilmann GmbH ihre Tätigkeit wieder auf. Am Rande sei noch der schwere Schicksalsschlag erwähnt, der den Firmengründer Peter Deilmann am 25. Juli 2000 ereilte. An diesem Tag stürzte nach dem Start in Paris die Concorde mit 113 Menschen an Bord ab. Die meisten von ihnen waren auf dem Weg nach New York, um von dort mit der MS Deutschland auf Karibikkreuzfahrt zu gehen.