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MS Bremen - Expeditionsschiff für Kreuzfahrten

Die MS Bremen in der Antarktis
Die MS Bremen in der Antarktis
Die MS Bremen Frontansicht
Die MS Bremen Frontansicht
Kabine auf der Bremen
Kabine auf der Bremen
Bremen Reisebüro
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Die MS Bremen ist ein Expeditionsschiff von HAPAG-Lloyd. Das Schiff verfügt über die höchste Eisklasse für Passagierschiffe. Das bedeutet, dass die MS Bremen für ihre Einsätze in kalten Gewässern wie der Antarktis durch ihre Eisverstärkung am Rumpf besonders eisfest ist. Das Schiff ist 111 Meter lang, 17 Meter breit und hat einen Tiefgang von 4,80 Meter. Die Bremen wurde 1990 in Japan gebaut und kam erst 1993 zu HAPAG-Lloyd Kreuzfahrten. Sie besitzt sechs Decks und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 15 Knoten. Auf dem Schiff versehen 10 Mann Besatzung ihren Dienst und in den 80 Kabinen und 2 Suiten finden bis zu 164 Passagiere Platz. Das Schiff ist außerdem mit dem für moderne Kreuzfahrtschiffe üblichen Komfort ausgestattet.

Das Einsatzgebiet der MS Bremen ist eigentlich die ganze Welt. HAPAG-Lloyd veranstaltet mit der Bremen zum Beispiel Reisen in die Antarktis und die Arktis, wo in Zeiten des Klimawandels nun auch die Fahrt durch die Nordwestpassage, die Verbindung vom Atlantik zum Pazifik im Norden Nordamerikas, möglich wird. Die Bremen ist auf der Südhalbkugel in Südafrika, im Indischen Ozean, in Indonesien und Papua-Neuguinea, in Australien und Neuseeland sowie in den Chilenischen Fjorde und in Französisch Polynesien Polynesien unterwegs. Auch das Mittelmeer, der Atlantik, die Ostsee, Spitsbergen, Island, Grönland, Kanada und Kamtschatka waren schon Ziele von Kreuzfahrten mit der MS Bremen. Außerdem gehören noch der Orient, die Karibik, der Amazonas und die Atlantikküste mit den Kanarischen Inseln sowie Atlantiküberquerungen zum Programm.

Ein besonderes Ereignis, das in der Seefahrt und den nautischen Wissenschaften immer wieder diskutiert wird, hat die Bremen getroffen. Auf einer Antarktisreise im Februar 2001 wurde das Schiff von einer über 30 Meter hohen Monsterwelle überrollt. Dabei wurde die Brücke so schwer beschädigt, dass das Schiff kurzzeitig manövrierunfähig und mit 40 Grad Schlagseite im Meer trieb. Der Besatzung gelang es damals mithilfe des Hilfsdieselmotors das Schiff wieder unter Kontrolle zu bringen. In Buenos Aires wurde das Schiff dann wieder instand gesetzt. Passagiere kamen bei diesem Seeschlag glücklicherweise nicht zu Schaden. Auch die Entdeckung der Bremeninsel und des Bremenkanals in antarktischen Gewässern fanden während einer Kreuzfahrt im Jahr 2003 statt.  

MS Bremen im Sonnenuntergang
MS Bremen im Sonnenuntergang